Malteser ... weil Naehe zaehlt.

Hilfe für Helfer - Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften


Im Bereich der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) fließen bei den Maltesern alle in Rettungsdienst und Katastrophenschutz relevanten psychologisch-sozialen und religiös-ethischen Themenbereiche zusammen. Dabei liegt der Fokus auf dem einzelnen Mitarbeiter, dessen Handlungskompetenz im Alltag gesteigert und dem eine optimale Personalfürsorge vor dem Hintergrund des christlichen Selbstverständnisses der Malteser zuteil werden soll.



Das Angebot der Hilfe für Helfer dient letztendlich damit nicht nur dem einzelnen Mitarbeiter, sondern auch den von den Maltesern betreuten Patienten und Angehörigen und damit den Zielen der Gesamtorganisation. Die Psychosoziale Notfallversorgung und Betreuung von Einsatzkräften ist in eine Gesamtkonzeption der Malteser zum Themenkomplex Psychosoziale Notfallversorgung eingebunden. Durch dieses Angebot möchten die Malteser eine erweiterte Psychosoziale Notfallversorgung für ihre Mitarbeiter sicherstellen.

Die Unterstützung und Betreuung von Einsatzkräften folgt den Leitlinien der Prävention. In Abgrenzung zu therapeutischem Handeln steht das Erkennen und Verhindern typischer tätigkeitsbezogener Krankheiten und Risikofaktoren im Vordergrund. Die Durchführung von Heilbehandlungen jeglicher Art ist nicht Gegenstand dieses Systems.


  • Prävention: Ziel ist die Senkung der Inzidenzraten körperlicher und psychischer Erkrankungen und Störungen, die tätigkeitsbedingt entstehen können. Die präventive Notfallversorgung setzt dazu auch schon bei der Verhütung von Risikofaktoren an. Der Erweiterung der Lehrinhalte in den verschiedensten fachbezogenen Aus- und Fortbildungen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus unterstützen speziell geschulte Kollegen vor Ort (Soziale Ansprechpartner) die Mitarbeiter in ihrem Bemühen, Belastungen und Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Sie wirken als Impulsgeber für gesundheitsfördernde Verhaltensweisen und helfen so, mit den berufsbedingten Belastungen und Risiken verantwortungsbewusst umzugehen und damit Krankheiten vorzubeugen.
  • Begleitung: Die Angebote der Psychosozialen Notfallversorgung verfolgen das Ziel, die Prävalenzrate von Krankheiten durch Früherkennung und frühzeitige Behandlungsangebote zu senken. Dabei liegt der Fokus in besonderem Maße auf der Unterstützung der Mitarbeiter während des Routinedienstes nach besonders kritischen Einsatzereignissen (Akutintervention). Das Zuführen zu therapeutischen Angeboten im Erkrankungsfall ist ein weiterer wichtiger Baustein.
  • Nachsorge: Verringert oder beseitigt werden sollen zudem mögliche Folgeschäden von Erkrankungen für die betroffenen Mitarbeiter und ihr soziales Umfeld. Auch die Rückfallprophylaxe ist ein Ziel dieses Angebotes. Hier sollen Maßnahmen der Rehabilitation durch das Angebot der Begleitung der Betroffenen im Alltag und im Besonderen nach belastenden Einsätzen unterstützt werden.


Die ganzheitliche Betrachtung ist dabei ebenso wichtig wie der Austausch und das Zusammenführen der Ergebnisse aus den verschiedensten wissenschaftlichen Forschungsgebieten (Interdisziplinarität).

In der Umsetzung der o.g. Ziele streben die Malteser die Kommunikation und die Zusammen arbeit mit allen in diesen Tätigkeitsfeldern etablierten Organisationen und Einrichtungen an. Wenn die Malteser ihre Fachkompetenz bei der Bewältigung von Notfall- und Katastrophenla gen einbringen, so sollen vorhandene Strukturen nicht ersetzt, sondern die Effektivität in ihrer Ergänzung und durch eine Vernetzung erhöht werden.

Für die Malteser ist es selbstverständlich, immer nach dem aktuellen Stand der Wissenschaften zu handeln und geltende Standards z.B. der WHO zu beachten. Ebenso gehören eine kontinuierliche Evaluation und das Streben nach einer ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung des Systems und dessen Standards zu den Grundsätzen. Hierzu ist u.a. eine Kooperation mit dem Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) begründet. Ziel ist hier bei die Zertifizierung der Ausbildungsgrundlagen durch den BDP.








Letzte Änderung - Sonntag, 17. Dezember 2017
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